Ängste abbauen: groninger zeigt Schülern technisches Arbeiten

Die Schüler der Klasse 9b hatten bei der Projektwoche eine Menge Spaß.

In der Woche vom 19. bis 25. November herrschte in der groninger-Firmenzentrale in Crailsheim reges Treiben. Der Grund: Über 130 Schüler der Klassenstufe 9 waren im Rahmen der Projektwoche der Realschule am Karlsberg (RaK) zu Gast bei groninger. Mit der Unterstützung der groninger-Auszubildenden bastelten die Schüler einen LED-Weihnachtsbaum.

„Das macht wirklich Spaß“, findet Michelle Cadeschi. Es ist das erste Mal, dass die Schülerin etwas Derartiges baut. „Bisher habe ich noch nie gelötet, aber ich glaube, es klappt soweit“, sagt sie zufrieden und schaut auf ihren Christbaum, der mehr und mehr Gestalt annimmt und später in bunten Farben leuchten wird. Ihr Betreuer Jakob Backers, der sich im zweiten Ausbildungsjahr zum Mechatroniker befindet, nickt zustimmend. „Die Schüler schlagen sich gut“, lobt er.

Das sieht auch Manfred Schneider so. Der Ausbilder für den Bereich Elektronik hat in den vergangenen Jahren einige Schülergruppen begleitet und betreut. „Dieses Jahr sind die Schüler bei der Sache und arbeiten engagiert mit“, lautet sein Fazit nach einer Woche. Lachend ergänzt er: „Auch wenn sie mal mehr, mal weniger aufmerksam waren. Das ist normal. In Summe bin ich zufrieden.“

Diesen Eindruck hat auch Lehrer Joachim Bosch, der die Schüler an zwei Tagen begleitet. „Für viele – vor allem für viele Mädchen – ist es das erste Mal, dass sie in der Praxis mit Technik in Berührung kommen. Sie kennen oft ausschließlich die Theorie und können sich kein Bild davon machen, was es heißt, in einem technischen Beruf zu arbeiten. Hier können sie ihr theoretisches Wissen anwenden und herausfinden, ob ihnen ein technischer Beruf gefallen würde.“

Dass die Kooperation zwischen groninger und der RaK Beispielcharakter hat, wird am 21. November deutlich. Im Rahmen der Initiative Schule-Wirtschaft ist eine Delegation zu Gast bei groninger, die aus Lehrern, Wirtschaftsvertretern sowie aus Mitgliedern der Elternvertretung besteht. Gemeinsam möchten sich die Teilnehmer ein Bild von der Zusammenarbeit machen. „Wir wollen bei der Projektwoche alle Schüler mitnehmen – auch diejenigen, die Vorurteile gegenüber technischen Berufen haben“, betont Ulrich Kern, Leiter der RaK. Kern weiß um die Bedeutung der Kooperation. „Wir schätzen es sehr, dass wir mit groninger einen so verlässlichen Partner haben. Es ist absolut lobenswert, wie viel Zeit und Engagement seitens der Firma in das Projekt investiert wird.“

Ehrensache für das Familienunternehmen, wie Geschäftsführer Volker Groninger deutlich macht. „Die Anforderungen unserer Kunden sind hoch. Wir brauchen also sehr gut ausgebildete Leute – jetzt und in Zukunft.“ Man wolle zeigen, dass Technik kein Hexenwerk sei. Man wolle Ängste abbauen und Selbstvertrauen schaffen. „Für uns und für die Realschule am Karlsberg ist diese Kooperation eine absolute Win-Win-Situation.“

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