Fertigung 4.0

groninger geht in Crailsheim die nächsten Schritte: Über eine Million Euro hat der Abfüll- und Verschließspezialist in ein neues Bearbeitungszentrum investiert. Damit möchte das Familienunternehmen seinen Ansprüchen an Qualität und Technologieführerschaft auch weiterhin gerecht werden.

Über eine Million Euro hat das Familienunternehmen groninger jüngst in den Standort Crailsheim investiert. Um weiterhin in der Fertigung bestmögliche Qualität liefern zu können, wurde ein neues Bearbeitungszentrum samt Roboter angeschafft, das Drehen, Fräsen und Entgraten in sich vereint. Darauf sollen künftig aufwendige Serienteile, die in den komplexen Abfüll- und Verschließanlagen verbaut sind, hergestellt werden. Der Roboter wird die Zuführung des Materials und die Entnahme des fertigen Teils übernehmen.

„Der Roboter ist  variabel einsetzbar und kann bis zu 45 Kilogramm schwere Teile bewegen. Er arbeitet völlig automatisiert. Dadurch gewinnen wir mehr Flexibilität in der Fertigung und können 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche produzieren“, erklärt Andre Früh, der als Gruppenleiter Fertigung und Betrieb den Anschaffungsprozess sowie die Inbetriebnahme der neuen Anlage maßgeblich betreut hat.

Am Freitag, 10. Mai, wurde die über 30 Tonnen schwere Anlage angeliefert und installiert. Hierfür musste im Vorfeld die Fertigung umgebaut und ein eigenes Fundament geschaffen werden, um  mögliche Schwingungen – die auch an anderen Anlagen in unmittelbarer Umgebung entstehen könnten – zu vermeiden.

„Die Anforderungen in der Pharmaindustrie sind immens hoch. Unsere Kunden erwarten von uns einwandfreie Maschinen. Aus diesem Grund müssen auch alle Teile, die in unseren Anlagen verbaut sind, diese Ansprüche erfüllen“, erklärt Josef Veile, Technischer Geschäftsführer, die Hintergründe der Anschaffung.

Jetzt wird das Bearbeitungszentrum sukzessive in Betrieb genommen, bevor im Sommer mit der erweiterten automatisierten Fertigung begonnen wird.

Für Geschäftsführer Josef Veile hat die Investition doppelten Symbolcharakter: „Sie zeugt von Fortschritt und Beständigkeit zugleich.“ Einerseits gehe man in der Fertigung kontinuierlich neue Wege und setze auf eine vollautomatisierte Produktion. Andererseits bekenne man sich – wie bereits in der Vergangenheit – zum Standort in Crailsheim und damit zu den Mitarbeitern vor Ort.

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