„Wir sind auch in der Krise unverzichtbar“

groninger hat das Wirtschaftsjahr 2020 erfolgreich abgeschlossen. Auch im vergangenen Jahr bleibt das Familienunternehmen, das Füll- und Verschließmaschinen für die Pharma-, Consumer Healthcare- und Kosmetik-Industrie baut, seiner bisherigen Linie treu: Es wächst.

Die groninger-Gruppe blickt auf ein erfolgreich abgeschlossenes Wirtschaftsjahr zurück. Das Maschinenbauunternehmen mit Standorten in Crailsheim (Baden-Württemberg, Deutschland), Schnelldorf (Bayern, Deutschland) und Charlotte (North Carolina, USA) wächst auch im Pandemie-Jahr 2020 und steigert seine Gesamtleistung auf knapp 200 Millionen Euro.

„Obwohl die Covid-19-Pandemie einige Herausforderungen mit sich gebracht hat und bis heute mit sich bringt, haben wir unsere Ziele erreichen und in der Pharma-Sparte sogar übererfüllen können. Das ist der herausragenden Arbeit all unserer Mitarbeiter zu verdanken. Sie haben mit viel Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft auf die Herausforderungen der Corona-Krise reagiert und sind auch im vergangenen Jahr über sich hinausgewachsen“, lobt Jens Groninger, Geschäftsführer des Familienunternehmens, das Engagement seiner Mannschaft.

Die Pandemie sorgte vor allem im pharmazeutischen Bereich – und damit im Stammwerk in Crailsheim – für eine enorme Kapazitätsauslastung. „Hier war und ist die Nachfrage nach unseren Anlagen, Services und unserem Know-how immens. Im Neumaschinengeschäft verzeichneten wir 2020 den besten Auftragseingang aller Zeiten.“

„Wir verfügen über ein robustes und sicheres Geschäftsmodell.“
Jens Groninger
Geschäftsführer

Gesellschaftliche Verantwortung

Um dem weltweiten Bedarf nach Corona-Impfstoffen gerecht zu werden und möglichst vielen Menschen in möglichst kurzer Zeit Zugang dazu zu verschaffen, braucht es eine geeignete Infrastruktur in der Pharma-Industrie, um die Vakzine zu verarbeiten. „Ohne Füll- und Verschließanlagen wie den unseren geht das nicht. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten deshalb seit Beginn der Pandemie unter Hochdruck daran, dass bestehende Anlagen umgerüstet und Neumaschinen schnellstmöglich gebaut und in Betrieb genommen werden“, betont Groninger.

Man leiste damit einen wesentlichen Teil im Kampf gegen das Corona-Virus und werde seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht. „Das macht uns sehr stolz. Es ist ein weiterer wichtiger Meilenstein in unserer Firmengeschichte“, sagt der 52-Jährige.

Apropos Firmengeschichte: 2020 beging groninger sein 40-jähriges Bestehen. Die Feierlichkeiten mussten aufgrund der Corona-Pandemie leider ausfallen. Geschenke für die Mitarbeiter gab es dennoch: Im Dezember 2020 konnten sie sich über eine Corona-Prämie sowie jüngst über eine Gewinnausschüttung in Höhe von über 60 Prozent der üblichen Entgelt-Bezüge freuen. „Es gehört zu unserem Selbstverständnis als Familienunternehmen, dass unsere Mitarbeiter am gemeinsam erarbeiteten Erfolg partizipieren“, sagt der CEO. Man habe den Beschäftigten damit in unsicheren Zeiten ein Stück Sicherheit bieten können. Für Jens Groninger ein wichtiges Signal an die Belegschaft.

„Wir verfügen über ein robustes und sicheres Geschäftsmodell, das auch in Krisen unverzichtbar ist. Das hat 2020 einmal mehr deutlich gezeigt“, ist Groninger überzeugt. Der Auftragsbestand sei – speziell im pharmazeutischen Bereich – hoch, die Auftragsbücher voll. „Uns wird die Arbeit auch 2021 und 2022 nicht ausgehen.“

Auch in Schnelldorf, wo groninger seine Anlagen für die Consumer Healthcare- und Kosmetik-Industrie baut, hat sich die Lage zuletzt wieder entspannt, nachdem bis in den Spätsommer 2020 hinein eine gewissen Zurückhaltung seitens Kunden spürbar war.

„Das haben wir im letzten Tertial aber sehr gut aufholen können, sodass wir auch in diesem Marktumfeld planmäßig abschließen konnten“, kommentiert Jens Groninger zufrieden.

Wachstum auch in Zukunft

Um den hohen Auftragsbestand auch in Zukunft bearbeiten zu können, investiert groninger 2021 in Crailsheim in ein neues Lager- und Logistikzentrum samt vollautomatisiertem Kleinteile- und Hochregallager. Der Spatenstich hierzu fand im Februar statt, lockdown-bedingt nur im kleinsten Rahmen und mit ausreichend Abstand zueinander. Die Erdarbeiten auf dem 17.500 Quadratmeter großen Areal sind zwischenzeitlich nahezu abgeschlossen. „Im nächsten Schritt wird mit dem Stahlbau für das Hochregallager begonnen, bevor dann eine neue Logistikhalle sowie ein neuer Verwaltungsbereich entstehen“, erklärt Jens Groninger.

Die Rohbauarbeiten sollen bis Ende des Jahres finalisiert sein, danach beginnen die Ausbauphase für den Innenbereich und der Aufbau der Lagersysteme, die sich in die Bereiche automatisches Kleinteillager und Hochregallager unterteilen. Die Fertigstellung des Gebäudekomplexes ist für Sommer 2022 geplant.

„Mit diesem Bekenntnis zum Standort Crailsheim blicken wir optimistisch in die Zukunft der groninger-Gruppe. Wir sind uns sicher, dass wir mit unseren hervorragend ausgebildeten Fachkräften auch in den kommenden Jahren gesund wachsen. Ich bin zuversichtlich, dass uns dies gemeinsam auch gelingen wird.“

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